Ratgeber · Softwareauswahl
Herstellerportal, CMMS oder Außendienstsoftware: so entscheiden Sie
Maschinenbauern, die ihren installierten Bestand besser betreuen wollen, werden meist drei Arten von Software angeboten: Instandhaltungssoftware für das Werk (CMMS), Außendienstsoftware für die eigenen Techniker (FSM) und Kundenportale für die ausgelieferten Maschinen. Im Marketing überschneiden sie sich, in ihrer Zielgruppe nicht. Vier Fragen klären die meisten Entscheidungen.
Aktualisiert am 20. Oktober 2026
Vier Fragen, die die Kategorien trennen
| Frage | Kundenportal des Herstellers | Instandhaltungssoftware (CMMS) | Außendienstsoftware (FSM) |
|---|---|---|---|
| Wem gehören die Maschinendaten? | Dem Hersteller, für jede ausgelieferte Maschine | Dem Werk, für die Anlagen, die es betreibt | Dem Serviceunternehmen, für seine Einsätze |
| Wer pflegt die Inhalte? | Der Hersteller: Handbücher, Fehlerhilfen, Ersatzteile je Maschinentyp | Die Instandhaltung des Werks: Arbeitsanweisungen und Pläne | Disponenten und Techniker: Einsatznotizen und Berichte |
| Wer nutzt es an der Maschine? | Jeder Bediener mit Handy, ohne Konto | Instandhaltungspersonal mit Konto | Die eigenen Techniker des Serviceunternehmens |
| Was passiert mit einer Störung? | Eine strukturierte Meldung geht in den bestehenden Ablauf des Herstellers | Ein Arbeitsauftrag im System des Werks | Ein Einsatz wird geplant und disponiert |
Das sind typische Rollen, keine festen Regeln: Viele Produkte reichen in eine Nachbarkategorie hinein. Die Fragen zeigen trotzdem, für welches Problem Sie kaufen.
Wann ein Kundenportal der richtige erste Schritt ist
- Sie liefern viele Maschinen weniger Typen aus, und dieselben Fragen landen immer wieder bei Ihrer Hotline.
- Die Bediener bei Ihren Kunden haben kein Konto in Ihren Systemen – und sollen auch keines brauchen.
- Sie wollen bessere Störungsmeldungen, bevor Sie die Einsatzplanung Ihrer Techniker umbauen.
- Sie wollen nicht in jedem Kundenwerk ein Softwareprojekt betreiben.
Wann Sie stattdessen – oder zusätzlich – CMMS oder Außendienstsoftware brauchen
Planen Sie vorbeugende Wartung für Anlagen im eigenen Werk, ist das Aufgabe einer Instandhaltungssoftware. Disponieren Sie Techniker, verwalten Fahrzeuglager und rechnen Serviceeinsätze ab, ist das Außendienstsoftware. Ein Kundenportal ersetzt keine von beiden, kann sie aber speisen: Eine Störungsmeldung kann im selben Postfach oder Ticketsystem ankommen, mit dem Ihr Außendienst bereits arbeitet.
Wo Servotag Pro steht
- Die digitale Serviceplattform des Herstellers: Das QR-Schild wird mit der Maschine ausgeliefert; das Werk muss kein eigenes Projekt anlegen.
- Inhalte je Maschinentyp, von jeder Maschine dieses Typs geerbt, in mehreren Sprachen.
- Freigabestufen: Bedienerhilfen für alle, Technikerabläufe hinter einem widerrufbaren Servicecode.
- Störungsmeldungen per E-Mail oder signiertem Webhook, mit der Identität der Maschine.
- Drei Meldungsstatus – Neu, Gesendet, Geschlossen – und ein Klick in die Servicehistorie der Maschine. Keine Einsatzplanung, keine Terminierung, keine Arbeitsaufträge.
- Wartungspläne am Maschinentyp; Fälligkeiten werden neu berechnet, sobald sich ein Plan oder ein Serviceeintrag ändert.
- Alles exportierbar als Tabelle, und niemals Maschinensteuerung.
Fragen an jeden Anbieter
- Braucht der Bediener eine App oder ein Konto?
- Lassen sich Inhalte je Stufe freigeben, sodass ein Bediener nie einen reinen Technikerablauf sieht?
- Trägt eine Störungsmeldung die Identität der Maschine, ohne dass jemand eine Seriennummer abtippt?
- Wohin geht die Meldung – in das Postfach oder Ticketsystem, das Sie bereits nutzen?
- Können Sie jederzeit alles exportieren?
- Verbindet sich die Software mit der Maschinensteuerung – und wollen Sie das?